Die Scheißhausparolen des Herrn Jean-Remy von Matt

28Jan06

Anläßlich des Aufruhrs, den die Scheißhausparolen des Herrn Jean-Remy von Matt (JRvM) erregen, habe ich mir seine erste Mail, die via diverse Weiterleitungen zu Jens Scholz gelangt ist, nochmals genau angesehen.

Schon bemerkenswert, wie er nicht nur unter „2.“ den Bloggern ans Bein pißt, sondern unter „3.“ auch den „intellektuellen Journalisten“. Was ist das für ein Mensch, der intellektuell als Schimpfwort benutzt? Einer, der nicht nur einen Slogan wie „Bild Dir Deine Meinung.“ verfassen läßt, sondern diese Scheiße auch lebt? Wahrscheinlich kam ihm die Idee zu seinen Scheißhausparolen wieder mal auf dem Klo.

JRvM schreibt: „Blöd, wenn man soviel Kopf hat, dass einem jedes Bauchgefühl verloren gegangen ist.“
Blöd finde ich, wenn man sowenig Kopf hat, daß man einen seiner Fürze gleich für die größte gemeinnützige Kampagne aller Zeiten hält. Blöd auch, wenn sich die Leserschaft nicht von jeder plakativ vorgetragenen Pseudo-Emotionalität mitreißen läßt.

Weiter reklamiert JRvM für seine Kampagne, sie sei „ein riesiges Geschenk“ gewesen. Das war auch das Trojanische Pferd, mit dem seine Firma auf ihrer Website wirbt. Und was für eines!
Unter uns Intellektuellen benutzen wir gerne für so etwas den Ausdruck Danaergeschenk. In Abwandlung von Vergil: „Traut nicht dem Brief, Blogger! Was auch immer es ist, ich fürchte die Werber, auch wenn sie Geschenke bringen.“
Offensichtlich hat das das Publikum auch erkannt. Daher die Kritik an der verlogenen Kampagne, an der sich nur die Macher selbst beweihräuchern! Die Kritik, die als „Miesepetrigkeit“ zu kritisieren sich JRvM nicht entblödet. Und das Publikum, das er für die eigenen Mißerfolge verantwortlich macht, anstatt sich an die eigene Nase zu fassen. Aber dafür ist er zu arrogant. Auch die Latrinenparolen gegen die Blogger strotzen nur so von dieser Arroganz.
Das ist genau die Form von Arroganz, wie ich sie aus der Zusammenarbeit mit der Firma Jung von Matt – sei es nun an der Elbe, Alster oder Isar – kenne. Eine Firma, in der offensiv behauptet wird, man müsse, ja, man dürfe von dem Medium, in dem man wirbt, technisch keine Ahnung haben. Dumm ist zunächst immer noch dumm. Und wie man aus dieser Arroganz heraus aus einem einfachen Eigentor (erste Mail) auch noch ein doppeltes macht (die sogenannte „Entschuldigungs“-Mail) hat uns JRvM ja eindrucksvoll vorgeführt!



2 Responses to “Die Scheißhausparolen des Herrn Jean-Remy von Matt”

  1. Wenn Deutschland schon seien Chef-Texter nicht mehr versteht… http://www.vorbote.de/1289.html

  2. 2 Roland Keller

    Beim Wort Bauchgefühl, das RvM für sich beansprucht, fällt mir für die DbD-Kampagne nur das Wort Blähungen ein.


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